ÄGYPTOLOGIE
INFORMATIONSBLATT
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DER
DEUTSCHSPRACHIGEN ÄGYPTOLOGIE

Projekte: Wien

Representations and Reality of Poverty in Ancient Egypt. The poor, their identities and their practices.
Dr. Delphine Driaux
Poverty in ancient Egypt is a subject that remains largely unexplored. While in ancient Egyptian language, there is a whole series of terms used to describe poverty and to designate the poor, the proposed translations remain imprecise. The texts sometimes give an insight into what it means to be poor but these writings are often subjective because texts are usually written by the elites for the elites. Images are subject to the same rule, with Egyptian art obeying strict conventions and showing an ideal image of the order of the world. As a result, the poor have so far occupied only a limited place in Egyptological studies which have instead based a large part of its theories on the elites, particularly given the abundance and quality of vestiges they left behind. Yet, the elites, which held economic, politico-religious and cultural power, or had close ties to it, would have represented only a small percentage of the population. How can one then write a social and economic history of ancient Egypt if one does not take into consideration those people who did not belong to the elites? Those ordinary people (peasants, manual workers etc.), who constituted a large part of the population, likely lived in relative poverty and simplicity. However, we do not really know who the poor were, how and where did they lived or what their daily practices were.
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The University of Vienna Middle Egypt Project
E. Christiana Köhler
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Projekt "Abydos: B Cemetery Pottery"
A project run under the auspices of the German Institute of Archaeology in Cairo
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Ägyptologische Perspektiven auf ausgewählte Axiome der Text- und Bildnarratologie am Beispiel ägyptischer autobiographischer Lebensdarstellungen und monochroner Bilder
Assoz. Prof. Dr. Gerald Moers
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GEMALT FÜR DIE EWIGKEIT Die Dekoration der Särge des Mittleren Reichs aus Beni Hassan – eine kunsthistorische Fallstudie
Ao. Univ. Prof. Dr. Peter Jánosi
Das Projekt, das vom Wissenschaftsfonds gefördert wird (P31390-G25), beabsichtigt, die gemalte, figurative Dekoration der typischen Holzkastensärge des Mittleren Reiches von einem kunsthistorischen Standpunkt aus zu untersuchen. Die Nekropole von Beni Hassan wurde als Fallstudie ausgewählt, da aus diesem wichtigen Friedhof in Mittelägypten die höchste Anzahl von Särgen stammt, die bei archäologischen Ausgrabungen entdeckt wurden. Sie datieren in die Zeitspanne von der 11. Dynastie bis mindestens zur Regierungszeit Sesostris‘ III. Den Forschungsschwerpunkt bildet eine kunsthistorische Analyse der auf die Särge gemalten dekorativen Elemente wie den ornamentalen Rahmungen und ornamentalen Hieroglyphen, den Darstellungen der wDA.t-Augen, architektonischer Elemente einschließlich der Scheintür sowie der Palastfassade, den Opfertisch mit den assoziierten Opfergaben und den Objektfries. Umfassend untersucht werden ihre Ikonographie samt der Farbgebung und des Layouts, wobei mögliche stilistische Merkmale und künstlerische Entwicklungen herausgearbeitet sowie Werkstätten oder Künstler identifiziert werden sollen. Besondere Beachtung erfahren die sogenannten Objektfriese, die Auswahl der einzelnen abgebildeten Objekte, ihre Gestaltung und Anordnung. Anschließend wird die Sargdekoration sowohl mit den Darstellungen in den Felsgräbern hoher Beamter aus Beni Hassan als auch mit den Särgen aus weiteren mittelägyptischen Nekropolen verglichen. Eine kunsthistorische Auswertung von Särgen des Mittleren Reiches wurde bisher noch nicht unternommen, da angemessene Publikationen der meisten Särge ein Desideratum ägyptologischer Forschung darstellen. Deshalb wird eine professionelle fotographische Dokumentation aller dekorierten Beni Hassan-Särge einen essentiellen Arbeitsschritt des Projektes bilden. Sie befinden sich heutzutage in verschiedenen – hauptsächlich europäischen – Museen. Die Analyse kann sich des MEKETREpositorys bedienen, einer umfangreichen Datenbank von Reliefs und Malereien aus Gräbern hoher Beamter des Mittleren Reiches, insbesondere jener aus Beni Hassan. Sie bietet eine unschätzbare Informationsquelle zur Kunst des Mittleren Reiches und ist das Resultat des „MEKETRE-Projektes“ sowie des Projektes „From Object to Icon“, welche beide vom Antragsteller Prof. Dr. Peter-Christian Jánosi geleitet worden sind (FWF, P 21571–G21 und P 25958–G21). Ein Aspekt des geplanten Projektes soll deren Ausbau durch das Hinzufügen von detaillierten Einträgen zu den Särgen aus Beni Hassan sein. Zudem wird ein Update der Datenbank die FAIR Data-Prinzipien verwirklichen und somit auch zukünftig eine optimale Benutzerfreundlichkeit garantieren. Projektlaufzeit Februar 2019 - Jänner 2022 Projektmitarbeiterinnen: Dr. Lubica Hudáková (geb. Zelenková) (Ägyptologie) Uta Siffert BA, MA (Ägyptologie)
Letzte Änderung: 23.06.2022