Projekte (Univ. FU Berlin)

Asyut - ein antikes Handelszentrum

Univ.-Prof. Dr. Jochem Kahl (Projektleiter); Dr. Andrea Kilian (wissenschaftliche Mitarbeiterin Postdoc)

01.01.2020 - 31.12.2022

Mit dem deutsch-polnisch-ägyptischen Gemeinschaftsprojekt „Asyut – ein antikes Handelszentrum“ wird die seit 2003 laufende erfolgreiche Feldarbeit auf dem Gebel Asyut al-gharbi am Westrand der mittelägyptischen Stadt Asyut fortgesetzt. Innerhalb der polnisch-deutschen Förderinitiative BEETHOVEN Classic 3 wird das Projekt von der Deutschen Forschungsgemeinschaft und dem Narodowe Centrum Nauki unterstützt. Partner sind die Freie Universität Berlin (Univ.-Prof. Dr. Jochem Kahl), die Polnische Akademie der Wissenschaften (Dr. hab. Prof. IMOC PAN Teodozja Rzeuska), die Universität Sohag und das ägyptische Ministry of State for Antiquitites. Ziel des Projektes ist, die Rolle Asyuts als Handelszentrum in pharaonischer und spätantiker Zeit herauszustellen und in ihren Ursachen wie Auswirkungen näher zu beleuchten. Archäologische Feldarbeiten, Objektstudien und Textrecherche stehen im Mittelpunkt der Arbeiten.

Altägyptische Philologie

Univ.-Prof. Dr. Jochem Kahl (Projektleiter)

Förderung durch die DFG: 01.10.2012 - 30.06.2020

Teilprojekt A02 "Altägyptische Philologie" am SFB 980 "Episteme in Bewegung. Wissenstransfer von der Alten Welt bis in die Frühe Neuzeit".
Von ca. 1000 Pyramidentextsprüchen des Alten Reiches (2686–2125 v. C.) wird nur ein Teil im Mittleren Reich (2055–1650 v. C.) weiter genutzt, manche Sprüche werden aufgegeben. Es soll geklärt werden, welche Gründe zu diesem selektiven Transfer führten, welche Mechanismen dabei griffen, welche Akteure an der Entscheidung der Reduzierung des Textbestandes sowie an der Entscheidung der Neukontextualisierung bzw. Nicht-Neukontextualisierung einzelner Sprüche und Spruchfolgen beteiligt waren.

Altägyptische Philologie

Database and Dictionary of Greek Loanwords in Coptic (DDGLC)

Univ.-Prof. Dr. Sebastian Richter (Projektleiter)

Förderung durch die DFG: 2012 - 2024

Ziel des zur Fortsetzung beantragten Projekts Database and Dictionary of Greek Loanwords in Coptic (DDGLC) ist die systematische und umfassende lexikographische Erfassung und lexikologische Analyse eines umfangreichen antiken Lehnwortschatzes in den beiden Formaten einer elektronischen Datenbank und eines Bedeutungswörterbuchs. Das Griechische, seit dem 4. Jh. v.Chr. die wichtigste Verkehrssprache des östlichen Mittelmeerraums, war in Ägypten mehr als 1000 Jahr lang neben der Landessprache in Gebrauch. Als Schriftsprache dominierte es Verwaltung, Wirtschaft und Rechtswesen, Literatur und Wissenschaft und die schriftliche Kommunikation des Alltags. Der Kontakt des Griechischen mit dem ägyptischen Idiom der Zeit macht sich im Koptischen, der jüngsten Sprachstufe des Altägyptischen, durch mehrere Tausend Lehnwörter fast aller Wortarten und semantischer Bereiche geltend. Das Koptische ist eine der wichtigsten altchristlichen Literatursprachen. Als Sprache spätantiker Alltags-Texte ist es so gut wie sonst nur das Griechische selbst bezeugt. In der griechisch-ägyptischen Kontaktsituation liegt der wohl am breitesten und dichtesten dokumentierte Fall von Sprachkontakt und extensiver lexikalischer Entlehnung in der Antike vor. Das koptologische Jahrhundert-Desiderat der lexikographischen Erfassung und lexikologischen Analyse des griechischen Lehnwortschatzes im Koptischen hat über den Bereich der Ägyptologie/Koptologie hinaus exemplarische Bedeutung.

Database and Dictionary of Greek Loanwords in Coptic

Sammlung und Veröffentlichung der Inschriften der 27.–30. Dynastie

Prof. Dr. Karl Jansen-Winkeln

Förderung durch die Fritz Thyssen Stiftung
01.12.2017 - 28.02.2021

Geplant ist eine umfassende Sammlung der im weitesten Sinne historisch relevanten Inschriften und sonstiger Texte der 27.-30. Dynastie der altägyptischen Geschichte (526–342 v.Chr.), mit Ausnahme funerärer und ritueller Standardtexte, die aus älteren Textcorpora stammen. Auch die demotischen Texte werden nur durch Verweise miteinbezogen. Unpublizierte Inschriften dieser Epochen sollen soweit wie möglich aufgenommen werden, viele ältere Abschriften müssen (an Fotos oder den Originalen) kollationiert werden. Die Textsammlung soll die Erschließung einer in der bisherigen Forschung sehr vernachlässigten Epoche der ägyptischen „Spätzeit“ voranbringen und einen Überblick über den reichen Textbestand dieser Zeit geben. Die Sammlung wird nach Regierungszeiten chronologisch gegliedert, mit jeweils einem zusätzlichen Kapitel für die gesamte 27. bzw. 29.–30. Dynastie für diejenigen Inschriften, die sich keinem einzelnen Herrscher zuweisen lassen. Ausführliche Indizes zu Denkmälern in Museen, königlichen und nichtköniglichen Personen sowie Regierungsjahren (Datierungen) sollen die Arbeit erleichtern.

 

Letzte Aktualisierung: 22. 01. 2020