Projekte (Univ. FU Berlin)

Projekt im Nildelta - Minufiyeh

Prof. Dr. Joanne Rowland

Seit 2005 führt der "Delta Survey" der Egypt Exploration Society (EES) Surveys im zentralen Nildelta durch. Die archäologischen Oberflächenbefunde werden verzeichnet, ebenso wie die durch Umfragen der regionalen Bevölkerung verorteten materiellen Hinterlassenschaften aus allen Epochen. Die archäologische Stätte von Quesna wird nun geophysikalisch untersucht und selektiv ausgegraben. Bereits von der SCA ausgegraben ist Quesna, bekannt für seinen Friedhof und die heilige Falken-Nekropole; archäologische Funde datierten das Gräberumfeld in die Spätzeit bis in die römische Zeit. Schriftfunde aus Quesna und der Umgebung sowie Athrib is (modern Benha) belegen eine Verbindung zwischen den Orten. Die neuen Ausgrabungen unserer Mission im Jahr 2010 ergaben, dass das Gräberfeld von Quesna bis in das Alte Reich datiert.
Während der Kampagnen 2008 und 2009 wurden Umfragen unter der Bevölkerung am Rand des westlichen Deltas durchgeführt, die auf früheren Umfragen von Hermann Junker und Fekri Hassan aufbauen. Die Auswertung der Umfragen belegt durch Steinwerkzeuge aus dem Mittleren Paläothikum bis ins Neolithikum und Keramik der prädynastischen und spätramessidischen Zeit menschlische Aktivitäten in dieser Region.
Diese Projekt wird großzügig finanziert und unterstützt von folgenden Institutionen und Organisationen: der British Academy, der Egypt Exploration Society (Centenary Award und dem Amelia Edwards Projekt), die Freie Universität Berlin, die G.A. Wainwright Vorderasiatischer Archäologie Fonds, die John Fell (OUP)Fund, das Research Laboratory for Archaeology and the History of Art (Universität Oxford), der Rutherland Presse, die Seven Pillars of Wisdom Trust, der Society of Antiquaries of London und der Society for the Promotion of Roman Studies.

Die altägyptische Nekropole von Assiut: Dokumentation und Interpretation

Prof. Dr. Jochem Kahl

Projektleiter sind Frau Univ.-Prof. Dr. Ursula Verhoeven-van Elsbergen von der JGU Mainz und (seit 2010) Univ.-Prof. Dr. Jochem Kahl von der FU Berlin, auf ägyptischer Seite agiert Prof. Dr. Mahmoud El-Khadragy von der Universität Sohag als weiterer Grabungsleiter.
Das Projekt wurde im Juli 2007 in die Langfristförderung der DFG aufgenommen, die konkrete Finanzierung bezieht sich derzeit auf die Jahre 2010-2013. Mit der bisherigen DFG-Förderung seit 2005 ist somit eine kontinuierliche Arbeit über einen Zeitraum von insgesamt 12 Jahren möglich. Zunächst können die nächsten Grabungskampagnen in Zusammenarbeit mit der Universität Sohag wie geplant durchgeführt und die Funde, Befunde, Inschriften und Dekorationen verschiedener nahe der mittelägyptischen Stadt Assiut gelegener Gaufürstengräber der Ersten Zwischenzeit (21. Jh. v. Chr.) und des Mittleren Reiches (20. Jh. v. Chr.) adäquat bearbeitet und publiziert werden. Diese Unternehmungen werden die Kenntnisse über Geschichte und Kunst einer von Bürgerkrieg und darauf folgendem kulturellem und wirtschaftlichem Aufschwung gekennzeichneten Epoche erweitern. Ziel ist darüber hinaus, den Nekropolenberg Gebel Asyut al-gharbi auf seine zeitliche und qualitative Kontinuität über mehrere Jahrtausende hin zu betrachten, da Assiut großen Anteil am kulturellen Gedächtnis des Alten Ägypten besaß.

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Ausgrabungen des sogenannten Geburtshauses des Ramesseum, einer Tempelanlage Ramses' II. auf dem westlichen Ufer von Luxor, Ägypten

Projektleitung: Prof. Dr. Jochem Kahl, Mitarbeiter: Dr. Benoit Lurson

Ein Gräberbezirk des Mittleren Reiches bei der Pyramidenanlage Amenemhets II. in Dahschur in Ägypten

Projektleitung: Prof. Dr. Stephan J. Seidlmayer, Mitarbeiter: Dirk Blaschta M.A.

Edition der Ostraka der frühen 18. Dynastie

Prof. Dr. Jürgen Osing, Mitarbeiter: PD Dr. Malte Römer

Edition der Ostraka der frühen 18. Dynastie aus den Grabungen des Metropolitan Museum, New York, der Egypt Exploration Society, London, und des Deutschen Archäologischen Instituts in Theben sowie weitere Stücke aus den Berliner Papyrussammlungen.