Projekte (Univ. Münster)

Der ägyptische Skarabäus im 1. Jahrtausend v. Chr. Eine Untersuchung zu Chronologie und Chronologie eines transkulturellen Mediums

Sanhueza-Pino, Laura
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Archäologischer Survey in der Region von El Gol (Distrikt Berber, Sudan)

Lohwasser, Angelika

Durch aktuelle Forschungen sind die Grenzen der chronologischen wie auch territorialen Ausdehnung der meroitischen Kultur (3. Jh. v.-4. Jh. n. Chr.) immer wieder diskutiert worden. Eine offene Frage ist die der kulturellen Durchdringung von Peripheriegebieten und damit im Zusammenhang stehend die Intensität von Herrschaft in diesen Bereichen.
Mit diesem Pilotprojekt soll in einem beidseitig des Nils definierten Untersuchungsgebiet um den Ort El Gol etwas südlich des 5. Kataraktes ein archäologischer Survey durchgeführt werden. Dieser hat zum Ziel, einerseits die durch die Satellitenbildauswertung nicht erkennbaren Hinterlassenschaften (z.B. Felskunst) zu kartieren, andererseits bereits konkret die über Google Earth sichtbaren großen Tumulusfelder auf mögliche Mehrphasigkeit zu überprüfen. Die durch das Pilotprojekt und die bereits durchgeführte Satellitenbildauswertung gewonnenen Daten dienen als Grundlage für die Planung und Konkretisierung eines größeren Forschungsprojektes.

Lexikon gnostischer Mythologumena

Johanna Brankaer

Mit dem Lexikon gnostischer Mythologumena sollte vor allem ein Hilfsmittel für das Studium „gnostischer“ Schriften angeboten werden, das es zulässt, die mythologischen Elemente in ihrem Kontext zu studieren. Es handelt sich um ein Inventar der einzelnen mythologischen Elemente, die in diesen Schriften begegnen. Das Lexikon ist analytisch und zielt zunächst nicht auf eine Synthese hin, auch wenn es eventuelle spätere Synthesen ermöglichen soll.

http://egora.uni-muenster.de/g...

Vergleichende Untersuchungen zu orientalischen Handschriften (COMSt)

Stephen Emmel

Das Ziel dieses international kollaborativen Projekts, gefördert von der European Science Foundation (Research Networking Programme), ist mit der folgenden Publikation erreicht worden: Comparative Oriental Manuscript Studies: A Handbook, hrsg. von Alessandro Bausi, Pier Giorgio Borbone, Françoise Briquel-Chatonnet, Paola Buzi, Jost Gippert, Caroline Macé, Marilena Maniaci, Zisis Melissakis, Laura E. Parodi, Witold Witakowski und Eugenia Sokolinksi (Hamburg: Tredition, 2015), mit Beiträgen von 72 Authoren (xxii + 677 S., darunter viele Farbabbildungen), darunter „Coptic Codicology“ von Paola Buzi und Stephen Emmel (S. 137–153), sowie „Coptic Manuscripts“ und „Papyrus“ von Stephen Emmel (S. 44–46, 71–72).

http://www1.uni-hamburg.de/COM...

Edition des arabischen Textes des koptischen Difnars für die zwölf Monate des koptischen Jahres aus der Hs. A (14. Jahrhundert)

Nashaat Mekhaiel

Das „Difnar“ ist neben dem „Synaxarium“ das wichtigste liturgische Buch der koptischen Kirche und damit einer der größten christlichen Gemeinden des Orients, aus dem in langer Tradition bis heute Hymnen im Gottesdienst gesungen und verlesen werden. Ziel dieses Projekts ist, die koptischen und arabischen Texte der Hymnen aus dem Difnar für die zwölf Monate des koptischen Kirchenjahres auf der Grundlage der ältesten bekannten Handschrift des Difnars (14. Jahrhundert, aus dem ägyptischen Antonius-Kloster am Roten Meer) erstmals zu edieren.

Erstpublikation von 119 noch nicht edierten Papyrus-Seiten des koptisch-manichäischen Psalmenbuches in der Chester Beatty Library

Stephen Emmel und Siegfried G. Richter

Der noch nicht publizierte 1. Teil des antiken koptischen Papyrus-Codex des manichäischen „Psalmenbuches“ ist trotz der Faksimile-Ausgabe von S. Giversen (Genf 1988), die 344 Tafeln umfaßt, selbst der koptologischen Fachwelt nur äußerst eingeschränkt zugänglich. Die schwere Lesbarkeit der Texte erfordert eine Bearbeitung von Spezialisten, die den Codex weiteren Kreisen zugänglich machen. Das Projekt zur „Erstedition des 1. Teiles des koptisch-manichäischen Psalmenbuches der Chester Beatty Library“ wurde 2000–2004 mit einer DFG-Sachbeihilfe unterstützt, die es Prof. Siegfried G. Richter ermöglichte, die ursprüngliche Reihenfolge der ersten 127 Tafeln des Faksimile-Bandes zu rekonstruieren und 123 Seiten mit koptischem Text und deutscher Übersetzung zu edieren. Aus der nach Psalmengruppen erfolgten Aufteilung der 222 noch nicht edierten Seiten werden 119 Seiten (und 11 Seiten, die nahezu leer sind) von Prof. Richter bearbeitet, mit Unterstützung von Dr. W.-P. Funk (Kanada).

Edition von 30 Werken des koptischen Schriftstellers Schenute von Atripe (347-465)

Dr. Moawad, Samuel
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Publikation des Corpus des Schenute (4.-5. Jhdt. n. Chr.): Internet-basiert (diplomatische Ausgabe der Handschriften) bzw. gedruckt (kritische Edition der Werke)

Becker, Sina , M.A
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Wortfeldsemantik (Ägyptologie, Arbeitsgruppe)

Leitung: Prof. a.d. Dr. E. Graefe (WWU Münster), Dr. A. I. Blöbaum (WWU Münster), I. Köhler, M.A. (FU Berlin)
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Dokumentation der Architektur der Ruinen Umm Ruweim, Quweib und et-Tuweina (Nordsudan)

Prof. Dr. Angelika Lohwasser

Etwa 20 km vom Nil entfernt, im Wadi Abu Dom in der Bayuda, einer Wüste im Nord-Sudan, gelegen, befindet sich die Ruine von Umm Ruweim. Sie ist ein größerer Steinbau mit – für dieses Gebiet – komplexer Architektur und wurde 1953 das erste Mal in der Fachliteratur erwähnt. Außer einer groben Handskizze ist jedoch bis heute keine Dokumentation oder eingehende Untersuchung vorgenommen worden. Im Frühjahr 2011 konnte die Architektur der Ruine aufgenommen werden und durch zwei Sondagen punktuell die Baugeschichte nachvollzogen werden. Darüber hinaus wurde zum zukünftigen Schutz des Baus ein ortsansässiger Ghafir eingestellt.
Etwa 6 km weiter östlich ist eine weitere Ruine, Quweib, situiert. Sie ist weniger komplex, aber doch ähnlich von Umm Ruweim und ist im Frühjahr 2012 architektonisch dokumentiert worden. Beide Ruinen sind in das 3.-5. Jh. n. Chr. zu datieren.
Im Mittleren Wadi Abu Dom befindet sich noch eine weitere, bisher der Wissenschaft unbekannte Ruine. In der Nähe ist auf britischen Karten der Brunnen et-Tuweina verzeichnet. Diese Struktur fanden wir durch Raubgrabungen stark zerstört vor; die sichtbaren Teile sollen im Frühjahr 2013 ebenso dokumentiert werden. Wir hoffen, durch Sondagen datierbares Material zu erhalten, um das chronologische Verhältnis der Bauten zueinander zu klären.

 

Letzte Aktualisierung: 17. 10. 2017