Projekte (Univ. München)

Die spätantik-koptische Klosteranlage Deir el-Bachit in Theben-West / Dra’ Abu el-Naga

Prof. Dr. Günter Burkard, Dr. Ina Eichner

Die Ausgrabung und Erforschung von Deir el-Bachit, der bislang größten bekannten spätantik-koptischen Klosteranlage in Theben-West aus der Zeit vom 5. bis 8., möglicherweise sogar bis 9. Jh. n. Chr., wird seit Februar 2004 im Rahmen eines DFG-Projektes des Ägyptologischen Institutes der LMU München durchgeführt. Die Klosteranlage erstreckt sich hoch über dem Niltal auf der Hügelkuppe von Dra' Abu el Naga und liegt innerhalb des Konzessionsgebietes des DAI Kairo.

Demotische Wortliste (Online-Wörterbuch)

Prof. Dr. Friedhelm Hoffmann

In erster Linie soll hiermit den Demotisten ein Suchwerkzeug für die Editionsarbeit an die Hand gegeben werden, das über die Möglichkeiten mit den herkömmlichen (gedruckten) Wörterbüchern hinausgeht. Die Demotischen Wortliste erlaubt, auch Suchanfrage unter Berücksichtigung der Determinierungen zu formulieren.

Demotische Wortliste (Online-Wörterbuch)

Deir el-Medine online: Nichtliterarische Ostraka aus Deir el Medine

Prof. Dr. Günter Burkard, Stefan Wimmer, PhD., Maren Goecke-Bauer, M.A.

Deir el-Medine online ist eine umfassende Online-Datenbank, in der nichtliterarische Ostraka (in hieratischer Schrift) aus der Arbeitersiedlung Deir el-Medine in Theben-West publiziert sind. Mittels vielfältiger Suchmöglichkeiten können dort schnell und bequem sämtliche Informationen zu Texten und Textträgern abgerufen werden.

Deir el-Medine online

„Zwischen Christentum und Islam“ - Rekonstruktion einer monastischen Landschaft des 6.-10. Jahrhunderts n.Chr. in Dra‘ Abu el-Naga, Theben-West, Oberägypten

Dr. des. Thomas Beckh

Forschungsgegenstand dieses an der Ludwig Maximilians-Universität München angesiedelten und von der Fritz-Thyssen-Stiftung finanzierten Projektes ist es, die Siedlungsentwicklung der monastischen Einrichtungen auf dem Hügel von Dra‘ Abu el-Naga zu rekonstruieren.

Das Projekt ist als Survey mit gezielten Grabungssondagen geplant. Ziel ist dabei neben einer detaillierten Kartierung des Hügels, eine genaue Verortung der bis heute undokumentierten und in ihrem Bestand zum Teil stark bedrohten Anlagen sowie eine steingerechte zeichnerische Erfassung derselben. Forschungsschwerpunkte liegen dabei auf der Entwicklung, Vernetzung und Interaktion der einzelnen Anlagen untereinander ebenso wie mit der zentralen Klosteranlage vor Ort, Deir el-Bachit.

Zwischen Christentum und Islam

Weltentstehung und Theologie von Hermopolis Magna. Tuna el-Gebel als Teil einer Kultlandschaft in Mittelägypten von der Spät- bis in die Römerzeit (ca. 600 v. Chr. – 400 n. Chr.)

Projektleitung: Prof. Dr. Friedhelm Hoffmann (LMU München) und Prof. Dr. Regine Schulz (RPM Hildesheim); Projektmitverantwortliche: Dr. Mélanie C. Flossmann-Schütze

Im Rahmen des Projekts werden Funde, Grabungsdokumentationen und Archivmaterialien hauptsächlich des Pelizaeus-Museums Hildesheim zu Hermopolis Magna (heute Aschmunein in der Provinz Minja in Mittelägypten) und seinem Nekropolenareal in Tuna el-Gebel (in Kooperation mit der Joint Mission der Universitäten Kairo und München in Tuna el-Gebel) umfassend ausgewertet. Durch die Grabungen Günther Roeders 1929–1939 in Hermopolis Magna gelangten viele Funde nach Hildesheim. Sie blieben aber zum großen Teil unveröffentlicht. Ihnen, den Dokumentationen zur Grabung und antiken Texten ist das Projekt gewidmet. Das Ziel ist es, den lebensweltlichen Kontext, aus dem die Funde stammen, möglichst umfassend zu rekonstruieren, um den vollen Aussagewert der Museumsobjekte zu gewinnen. Die Konzentration auf den Zeitraum von ca. 600 v. Chr. bis 400 n. Chr. ergibt sich aus der Laufzeit der paganen Kulteinrichtungen von Tuna el-Gebel. Die theologische Verknüpfung der Stadt Hermopolis Magna und ihrer Nekropole Tuna el-Gebel erfolgte im alten Ägypten über das Konzept der Schöpfung. Sie bedeutet einerseits den Anbeginn der Welt, andererseits die ständige Überwindung des Chaos sowie des Todes und ist damit eine fundierende Größe in der Theologie von Hermopolis Magna sowie seiner Nekropole.

Münchner Arbeitskreis Junge Aegyptologie - MAJA

PD Dr. Alexandra Verbovsek, Dr. Gregor Neunert, Kathrin Gabler M.A.

MAJA veranstaltet in regelmäßigen Abständen Workshops zu aktuellen Forschungsthemen. Ziel von MAJA ist dabei die Etablierung eines Forums für Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler in der deutschsprachigen Ägyptologie, das dem Kennenlernen, dem Austausch und vor allem der Präsentation eigener Forschungsergebnisse im Rahmen einer offenen Diskussionsrunde zu einem übergreifenden Thema dienen soll. Dabei ist es unser primäres Anliegen, das Diskussionsinteresse junger graduierter (Magister/M.A.) oder promovierter Kolleginnen und Kollegen anzusprechen.
MAJA 1 (03.12.-05.12.2010): Sozialisationen: Individuum – Gruppe – Gesellschaft
MAJA 2 (02.12.-04.12.2011): Nekropolen: Grab – Bild – Ritual
MAJA 3 (07.12.-09.12.2012): Bild: Ästhetik - Medium - Kommunikation
MAJA 4 (29.11.-01.12.2013): Text: Wissen – Wirkung – Wahrnehmung
MAJA 5 (12.12.-14.12.2014): Gebauter Raum: Architektur – Landschaft – Mensch

aus MAJA wird BAJA

Münchner Arbeitskreis Junge Aegyptologie - MAJA

Koptische nichtliterarische Texte aus dem thebanischen Raum

Projektleitung: Dr. Suzana Hodak, Projektverantwortlicher: Prof. Dr. Günter Burkard

Das thebanische Westufer entwickelte sich seit dem 6. Jh. zu einem Hort blühenden Lebens, in dem neben verschiedenen dörflichen und städtischen Ansiedlungen vor allem das monastische Ideal nach asketischem oder koinobitischem Modell gelebt wurde.

Zeugnis hiervon legen neben archäologischen Überresten im Besonderen die schriftlichen Hinterlassenschaften ab. Diese unpublizierten Textquellen – in erster Linie Ostraka, d. h. Keramik- oder Kalksteinscherben, sind Gegenstand dieses Projektes, das seit 2008 von der Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert wird. Den inhaltlichen Schwerpunkt bilden aktuell die Textfunde aus der Klosteranlage von Deir el-Bachit in Dra’ Abu el-Naga. Hierzu zählen sowohl die Texte aus dem Zentrum des Klosters auf der Hügelkuppe als auch die Funde aus den zugehörigen Wirtschaftsanlagen in der nachgenutzten Doppelgrabanlage K 93/11-12 unterhalb der Hauptanlage. Weitere unpublizierte Textbestände aus dem thebanischen Raum sind in Vorbereitung.

Koptische nichtliterarische Texte aus dem thebanischen Raum

 

Letzte Aktualisierung: 14. 10. 2021