Projekte (Univ. Mainz)

Altägyptische Medizin - Die medizinischen Rezepte Altägyptens in ihrem transdisziplinären Kontext philologisch, kulturhistorisch und pharmakologisch betrachtet (DFG)

Pommerening, Tanja

Hauptziel des von der DFG geförderten Projektes ist es, das Verständnis der altägyptischen Rezepttexte - und hier zunächst derjenigen aus der klassisch-pharaonischen Epoche - deutlich zu verbessern: Welche Drogen und Hilfsstoffe haben die ägyptischen Heiler aus welchem Grund zu Heilmitteln verarbeitet? Zusätzlich und gegenüberstellend wird ein moderner Blickwinkel eingenommen und beurteilt, ob die Rezepturen tatsächlich etwas bewirken konnten. -

"Materia medica": Untersuchungen zu den altägyptischen heilkundlichen Rezepten (Publikation in Vorbereitung),
Rezept-Datenbank

SFB 295 – Teilprojekt B.8: Kindgötter

Projektleitung: Ursula Verhoeven

Im Rahmen des vereinzelt noch bis August 2010 laufenden Mainzer SFB 295 „Kulturelle und sprachliche Kontakte“ stehen verschiedene Publikationen vor dem Abschluss:

  • Das Götterkind im Tempel in der Stadt und im Weltgebäude (D. Budde, erschienen als Band 55 der Reihe „Münchner Ägyptologische Studien“)
  • "Im Schutz des Göttlichen". Bemerkungen zur "sacra privata" im römischen Ägypten (P. Baum-vom Felde unter Mitarbeit von D. Budde)
  • Die Hieroglyphen des Kindes im Schrift- und Dekorationssystem der griechisch-römischen Tempel (D. Budde)
  • Die gräko-ägyptischen Kindgott-Terrakotten. Ikonographie, Herkunft und Bedeutung (S. Sandri)
  • Die Kindgott-Terrakotten der Sammlung Gütte, Würzburg (S. Sandri)
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Lehrprojekt Mittelägyptisch

Tanja Pommerening

Die JGU hat im Juni 2010 im Rahmen der Ausschreibung „Innovative Lehrprojekte an der JGU“ die Förderung des folgenden Projekts bewilligt:

"Lehren lernen. Ein Projekt zur studentischen Mitgestaltung des ägyptologischen Unterrichtsmaterials am Beispiel der Entwicklung eines innovativen Übungsbuches der Mittelägyptischen Sprache"

Ziel des Projektes ist es, Student/inn/en und Doktorand/inn/en die Möglichkeit zu geben, an der Revision eines neuartigen Übungsbuches zur Mittelägyptischen Sprache mitzuarbeiten. Sie können dadurch Erfahrungen in den Bereichen Didaktik, Redaktion, Lehre und Kooperation sammeln und die eigenen Kenntnisse des Mittelägyptischen erheblich vertiefen. Ihre eigenen spezifisch studentischen Lernerfahrungen sollen nachhaltig in die Gestaltung des künftigen Mittelägyptisch-Unterrichts einfließen. Es sollen gemeinsam Ideen für das umso erfolgreichere Studium des Mittelägyptischen entwickelt werden.

Arbeitsgrundlage des Projekts ist ein in Kooperation von Frau Univ.-Prof. Dr. Tanja Pommerening (JGU) und Frau Dr. Katharina Stegbauer (Ägyptologisches Seminar der Universität Leipzig) unter Mitarbeit von Stephanie Kuschnarëw M.A. (Leipzig), Annabel Lautebach M.A. (Mainz), Dr. Diana Wenzel (Mainz) und Helmar Wodtke (Belgershain) entwickeltes Übungsbuch zur Mittelägyptischen Sprache.

http://www.aegyptologie-altorientalistik.uni-mainz.de/785.php

Ägyptenrezeption

Diana Fragata (geb. Wenzel)

Im Rahmen des vom Zentrums für Interkulturelle Studien (JGU) geförderten Projekts „Kulturbegegnungen in Ägypten und dem Alten Orient: Die cinematographische Rezeption der Fremdvölkerthematik“ entstand u.a. folgende Publikation:

• „Das Frauenbild der Kleopatra im Film: Eine Königin Ägyptens als Sinnbild für orientalische Kultur“ (Diss. Mainz 2003), Filmstudien 33, Remscheid 2005.

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Ägyptologie macht Schule

Dr. Nadine Gräßler; Dr. Sandra Sandri

Am Arbeitsbereich Ägyptologie der Johannes Gutenberg-Universität besteht seit mehreren Jahren eine Arbeitsgruppe aus Studierenden und Wissenschaftlerinnen, die ihr Studienfach bekannter machen und Kinder und Jugendliche im Rahmen von Projekttagen für das Alte Ägypten begeistern möchten, zumal das Curriculum dies kaum noch zulässt und Reisen von Familien ins Land der Pyramiden stark zurückgegangen sind.
Im Rahmen einer von den Freunden der Universität Mainz e. V. geförderten Lehrveranstaltung des Studiengangs Ägyptologie/Altorientalistik erarbeiten Studierende innerhalb ihrer Bachelor- oder Masterstudiengänge im Sommersemester 2018 eine Materialbox mit aufwändigen, wissenschaftlich fundierten Mitmach-Materialien zum Thema „Altes Ägypten“ und erproben diese in Kooperation mit dem Stefan-George-Gymnasium Bingen erproben. Die geplanten Themengebiete beschränken sich nicht nur auf geschichtliche Aspekte, sondern viele Bereiche der altägyptischen Gesellschaft: Entwicklung von Sprache und Schrift, frühe Mathematik und Heilkunde, Landeskunde, Religion und Götter, Mumien und Totenkult. Mit Hilfe der kindgerechten Materialien, in die Ergebnisse aktueller Forschungen einfließen werden, soll es zukünftig möglich sein, auf Anfrage in weiterführenden Schulen in der Umgebung Projektunterricht durchzuführen.
Durch das Seminar werden die Studierenden auf die Vermittlung von Ägyptologie in außeruniversitären Kontexten vorbereitet. Grundlage ist das Konzept des Service Learnings, bei dem gesellschaftliches Engagement und fachlicher Wissenserwerb miteinander verbunden werden. Die Studierenden profitieren dabei durch das praxisnahe Lernen von ägyptologischem Fachwissen, das sie in den Schulen einbringen können.
Nach erfolgreicher Fertigstellung der Materialbox möchten wir gemeinsam mit unseren Studierenden auf Anfrage Projektunterricht an Schulen anbieten, um dadurch den Wissenstransfer zwischen Universität und Schule zu bereichern und schon Kinder und Jugendliche interkulturell zu sensibilisieren.

Ägyptologie macht Schule

 

Letzte Aktualisierung: 17. 10. 2018