Projekte (Univ. Leipzig)

Redesign der Website

in Kooperation mit der HTWK Leipzig, Fakultät Medien (Prof. Ulrich Nikolaus, Dipl.-Ing. André Göhlich und Studierende; Dr. Franziska Naether, Dr. Dietrich Raue, Dipl.-Bibl. Kerstin Seidel

in Kooperation mit der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig, Studiengang Interfacedesign und Projektmanagement
mit freundlicher Unterstützung der Vereinigung von Förderern und Freunden der Universität Leipzig e.V.
Das Projekt befindet sich in der Endphase; derzeit werden die Seiten der "Zeitschrift für Ägyptische Sprache und Altertumskunde" (ZÄS) inkl. Register noch in das neue Layout überführt.
Die Hauptseite ging zur 43. SÄK am 22. Juli 2011 an den Start.

Neue Links:
www.aegyptologisches-institut.uni-leipzig.de
www.aegyptisches-museum.uni-leipzig.de
www.zaes.uni-leipzig.de

Redesign der Website

Second Summer School in Coptic Papyrology, 27.07. - 03.08 2008

PD Dr. T. S. Richter, Prof. R. Scholl, Dr. F. Naether et al.

zusammen mit den Sondersammlungen der Bibliotheca Albertina; gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft, der Vereinigung von Förderern und Freunden der Universität Leipzig e.V. und der Leipziger Volkszeitung; unterstützt vom Papyrusportal

Second Summer School in Coptic Papyrology, 27.07. - 03.08 2008

Language Typology and Egyptian-Coptic Linguistics, 02. - 05.10. 2008

PD Dr. T. S. Richter, Prof. M. Haspelmath

zusammen mit dem Max-Planck-Institut für Evolutionäre Anthropologie; gefördert von der Fritz-Thyssen-Stiftung, der Verbundnetz Gas AG, Verlag Mouton de Gruyter und der Vereinigung von Förderern und Freunden der Universität Leipzig e.V.

Language Typology and Egyptian-Coptic Linguistics, 02. - 05.10. 2008

Linguistic Borrowing into Coptic, 26. - 28.04. 2010, Inaugural Conference of the DDGLC Project

PD Dr. T. S. Richter, Dr. E. Grossman

In der griechisch-koptischen Kontaktsituation liegt der am breitesten und dichtesten dokumentierte Fall von Sprachkontakt und extensiver lexikalischer Entlehnung in der Antike vor. Die griechischen Lehnwörter im Koptischen stellen zudem die wichtigste Quelle für die Entwicklung des nachklassischen griechischen Wortschatzes außerhalb des Griechischen selbst dar. Ihre lexikographische Sammlung und Analyse ist das Ziel eines in Zusammenarbeit mit der Sächsischen Akademie der Wissenschaften durch das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst geförderten Projekts des Leipziger Ägyptologischen Instituts, das am 1. April unter dem Titel Database and Dictionary of Greek Loanwords in Coptic (DDGLC) seine Arbeit aufgenommen hat und das von den Ergebnissen der Leipziger Konferenz unmittelbar profitieren soll.

organisiert von der Universität Leipzig, der Universität Jerusalem und der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig

Finanzierung: Fritz-Thyssen-Stiftung, Gertrud-und-Alexander-Böhlig-Stiftung, Max Planck Institut für Evolutionäre Anthropologie, Verlag Mouton de Gruyter, Rahn Dittrich Group, Verbundnetz Gas AG, Vereinigung von Förderern und Freunden der Universität Leipzig e.V.

derzeit Publikationsvorbereitung

Linguistic Borrowing into Coptic, 26. - 28.04. 2010

43. SÄK (22.-24. Juli 2011) und Publikationsprojekt

Prof. Dr. H.-W. Fischer-Elfert, Dr. F. Naether, Dr. D. Raue

Die 43. Ständige Ägyptologenkonferenz (SÄK) fand vom 22. bis 24. Juli 2011 in Leipzig statt.
Gastgeber waren das Ägyptologische Institut / Ägyptische Museum -Georg Steindorff- und die Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig
Thema: „Ägyptologen und Ägyptologie(n) zwischen Kaiserreich und der Gründung der beiden deutschen Staaten (1871-1949)“

Die Akten der Tagung sowie weitere Beiträge werden 2013 als Sonderband im Rahmen des 150jährigen Bestehens der ZÄS herausgegeben.

43. SÄK

Deir Anba Hadra. Ein mittelalterliches Kloster auf dem Westufer von Assuan als Schnittpunkt von Religions-, Wirtschafts- und Sozialgeschichte des fatimidischen, ajjubidischen und frühmamlukischen Ägypten Dayr Anba Hadra. A medieval monastery on the West B

Prof. Dr. Tonio Sebastian Richter

Mitarbeiter 2014
Dr. Ralph Bodenstein (DAI, Cairo)
Christopher Braun M.A. (SAS, London)
Lena Krastel M.A. (BerGSAS, Berlin)
Dr. Gertrud J.M. van Loon (KU, Leuven)
Sara Massoud (SCA, Aswan)
Sebastian Olschok M.A. (BerGSAS, Berlin)
Alexandra Winkels

Kurzbeschreibung

Im März 2013 wurde ein Survey auf dem Westufer von Assuan durchgeführt, der die koptischen epigraphischen Aktivitäten in diesem Areal zum Thema hatte. Im Mittelpunkt stand dabei das mittelalterliche Kloster Deir Anba Hadra. Dieses Kloster, eines der am besten erhaltenen Ägyptens, war von 1924 bis 1926 von Monneret de Villard ausgegraben, jedoch nur teilweise publiziert worden und ist in den letzten 70 Jahren wenig beachtet worden. Eine Begehung der Kirche, der Wirtschaftsanlagen und des Wohnturms des Klosters zeigte, dass die bisherige epigraphische Dokumentation dieses Klosters noch nicht annähernd vollständig ist, sowohl was die Lesung einzelner Inschriften als auch was die Identifikation und Aufnahme koptischer Inschriften anbelangt. Diese Inschriften sind zum einen von Bedeutung für die Baugeschichte des Klosters, da nicht wenige von ihnen absolute Datierungen bieten. Als Zeugnisse für Reiseaktivitäten, für den Kontakt zwischen Christen und Muslimen (die ihrerseits eine Menge arabischer Inschriften hinterließen) im Mittelalter und für den Gebrauch der koptischen Schriftsprache im Zeitalter der Arabisierung Ägyptens sind sie darüber hinaus wichtige Quellen für die Sozialgeschichte der Region. Schließlich sollte während des Surveys die Möglichkeit einer umfassenden baugeschichtlichen, epigraphischen, kunsthistorischen, keramologischen und archäologischen Neuaufnahme des Deir Anba Hadra sondiert werden. Im Ergebnis der Sondage wurde dieses Projekt als möglich und wünschenswert beurteilt, im Anschluss an den Survey weiterentwickelt und inzwischen zur Beantragung beim DAI Kairo gebracht. Die erste Kampagne hat im Frühjahr 2014 stattgefunden.

Weiterführung
Ja, an der FU Berlin

Finanzierung
Deutsches Archäologisches Institut Kairo

http://www.gko.uni-leipzig.de/...

DigitalHeka

Dr. K. Stegbauer

Das Projekt „DigitalHeka“ will eine Corpusgrammatik und -stilistik der ägyptischen magischen Texte erstellen. Dazu sollen diese mit dem Computer erfaßt werden und nach grammatikalischen, syntaktischen und stilistischen Kriterien ausgewertet werden.

Aus praktischen Gründen muß das umfangreiche Textmaterial eingeschränkt werden. Als Kriterium für die Eingrenzung wird eine Magiesystematik zugrunde gelegt, die die Texte nach ihrer temporalen Stellung zu einem Ereignis und nicht nach ihrer (moralischen) Intention in Gruppen einteilt. Ausgewählt werden Texte, die ein erwartetes Ereignis verhindern sollen, sowie die, die die Auswirkungen eines bereits eingetroffenen Vorfalls abmildern sollen.
Zusammen umfassen beide Gruppen einen Großteil der in der ägyptologischen Literatur traditionell als magisch bezeichneten Texte.

In der ägyptischen Philologie wurden die magischen Texte bisher bei der Erforschung der Grammatik der ägyptischen Sprache kaum berücksichtigt, anders als z.B. die umfangreichen Totentexte, die Literatur oder die medizinischen Texte, bei deren Untersuchung die magischen Texte sogar bewußt ausgenommen wurden. Da die Sprache der magischen Texte aber ihre Besonderheiten aufweist, ist ihre Analyse der Grammatik notwendig.

Die Untersuchung des Textmaterials soll auf mehreren Ebenen erfolgen. Zunächst werden die Texte in Transliteration im Computer erfasst, lemmatisiert und phänomenologisch-grammatikalisch beschrieben. Daneben wird eine Datenbank erstellt, die eine Übersicht über Textträger, Textedition, Bearbeitungen, Literatur usw. gibt. Diese Schritte sollen alle mit Hilfe des beim Wörterbuch-Projekts verwendeten Programms BTS geschehen. Die weitere Auswertung der Grammatik und Stilistik wird dann mit einem eigenen Programm ausgeführt werden.

Als Publikationsform ist zum einen an eine mit dem Computer recherchierbare Datenbank gedacht, die über das Internet einem breiten Publikum zugänglich gemacht werden soll, zum anderen aber an eine Buchpublikation, in der v.a. die Ergebnisse der Grammatikforschung vorgelegt werden sollen.

DigitalHeka – Digitalisierte Erfassung altägyptischer magischer Texte des Mittleren und Neuen Reiches und deren philologische Analyse als Vorarbeit zu einer Corpusgrammatik und Corpusstilistik

Das Grab des Hohenpriesters Neb-wenenef in Dra’ Abu el-Naga (Grab Nr. TT 157)

Projektleitung: Prof. Jan Assmann, Heidelberg Prof. Lanny Bell, Brown, Providence Rhode Island, Adjunct Professor of Egyptian Archaeology Prof. Hans-Werner Fischer-Elfert, Leipzig Grabungsleitung: Dr. des. Sabine Kubisch, Heidelberg Dr. Karl-Joachim Seyfried, Leipzig Fotografische Dokumentation Dr. Eva Hofmann, Heidelberg Wissenschaftliche Hilfskräfte: Stud. phil. Bernadette Benndorf, Heidelberg Stud. phil. Isa Böhme, Leipzig Stud. phil. Anja Hilbig, Leipzig

Das Ziel des Projektes ist die Dokumentation und Publikation eines der größten ra­messidischen Privatgräber auf dem thebanischen Westufer des Nils in Oberägyp­ten.

Es wurde für den Hohenpriester des Amun Neb-wenenef unter Ramses II. (ca. 1280-1215 v.Chr.) angelegt. Das Grab ist in Dra’ Abu el-Naga-Süd gelegen, nicht weit entfernt vom Tempel der Hatshepsut in Deir el-Bahari und oberhalb des modernen Dorfes Dra’ Abu el-Naga.

Bereits seit 1978 standen die ramessidischen Beamtengräber im Zentrum des Forschungsinteresses des Institutes für Ägyptologie der Universität Heidelberg (http://www.aegyptologie.uni-hd.de/); dieses bedeutende Grab nun auch bearbeiten zu können, stellt einen Höhe­punkt wissenschaftlichen Arbeitens auf diesem Gebiet dar. Seine Publikation wird eine gravierende Forschungslücke füllen können.

In den 1970er Jahren begannen die Arbeiten im Grab des Neb-wenenef durch die University of Pennsylvania unter der Leitung von Lanny Bell. Sie beinhalteten in erster Linie Reinigungs- und Restaurierungstätigkeiten, außerdem wurden einsturz­gefährdete Teile gesichert. Aus organisatorischen Gründen mußten die Arbeiten auf unbestimmte Zeit verschoben werden. Nach einem Survey im Oktober 2002 können diese nun von Angehörigen der Universitäten Heidelberg, Leipzig und auch Pennsylvania fortgesetzt werden.

Durch die moderne Überbauung des Geländes bzw. die Abtragung dieser moder­nen Gebäude in jüngster Zeit ergibt sich die erste Aufgabe – die Klärung der Vorhofsituation sowie die Lokalisation und Ausgrabung der Vorhofschächte. Außer­dem müssen die Innenräume und die weitläufige unterirdische Bestattungs­anlage vom Schutt gesäubert werden.

Die spätere Nutzung, Grabräuberaktivitäten sowie der „Zahn der Zeit” haben dazu ge­führt, daß die Wanddekorationen stark beschädigt sind und z.T. fast nicht mehr er­kennbar sind. Somit muß ein erheblicher Teil der Arbeiten darin bestehen, die Deko­rationen zu reinigen und gegebenenfalls zu restaurieren (durch angehende Diplom­restaurateure der Kunsthochschule Dresden (http://www.kunstakademie-dresden.de). Die Reinigungsmaßnahmen ver­sprechen neue Erkenntnisse, was die Sichtbarkeit der Malereien angeht, d.h. mög­licherweise können stark verschmutzte oder auch ver­blaßte Teile der Malerei wieder zum Vor­schein gebracht und damit dokumentiert werden. Diese Dokumentation be­steht zum einen aus der photographischen und zum anderen aus der zeichnerischen Aufnahme nicht nur der Wanddekoration, sondern auch der Funde und Befunde der Grabung. Ein weitere Hauptaufgabe des Projektes besteht in der zeichnerischen Dokumenta­tion der Wanddekoration – ebenfalls ein an­spruchsvolles Unterfangen, da die Dekoration von ausgesprochen hoher Qualität war, in der Vergangenheit aber – wie erwähnt – bereits etliche Zerstö­rungen er­fahren hat. Teile des Grabes wurden aufwendig mit feinem erhabenen Relief dekoriert, andere wurden mit Malerei auf Kalkputz (Freskotechnik) versehen.

Grabungsprojekt der Universitäten Heidelberg und Leipzig in Zusammenarbeit mit dem Pennsylvania Museum, Philadelphia

GIZA Projekt

Projektleitung: Dr. Bettina Schmitz; Aufarbeitung, technische Umsetzung, Design: Antje Spiekermann M.A.; Hilfskräfte (Scannarbeiten und Recherche) Heike Ständer (Hildesheim, ab 2009), Heike Wilde M.A. (Hildesheim, 2008-2009), Alexa Thüsing M.A. (Leipzig)

Seit 2006 befasst sich ein gemeinsames Forschungsprojekt des Roemer- und Pelizaeus-Museums, der Universität Leipzig, des Kunsthistorischen Museums Wien und des Museum of Fine Arts in Boston mit der Aufarbeitung von Ausgrabungen auf dem Giza-Plateau bei Kairo. Ab sofort sind erste Ergebnisse im Internet unter www.giza-projekt.org verfügbar

GIZA Projekt

Karl Richard Lepsius zum 200. Geburtstag. Ausstellung mit dem Stadtmuseum "Hohe Lilie" in Naumburg (15.09.-25.11.2012)

Dr. E. Freier, Dr. F. Naether

15.09.-25.11.2012

Beteiligte: Dr. Franziska Naether, Kristin Gerth (Naumburg), Stefan Gregor (Naumburg), Verena Kerber (Naumburg), Dr. Siegfried Wagner (Museumsdirektor in Naumburg), Dr. Elke Freier (Leipzig), Studierende und Promovierende des Ägyptologischen Instituts

Am 23. Dezember des Jahres 1810, also vor 200 Jahren, kam in Naumburg Karl Richard Lepsius zur Welt, der sich als einer der Urväter der wissenschaftlichen Ägyptologie bleibende Verdienste erwerben sollte. 1842-46 leitete der Sohn des Naumburger Landrates Karl Peter Lepsius die vom preußischen König Friedrich Wilhelm IV. entsandte große Expedition, die als eine der ersten unter primär wissenschaftlichen Gesichtspunkten geplanten und durchgeführten Expeditionen in die Geschichte einging und deren Ertrag den Grundstock des Ägyptischen Museums in Berlin bildete, dessen Direktor Lepsius für viele Jahre war. Mehr aber noch als Feldforscher erwarb sich Lepsius als Sprachwissenschaftler, der unter anderem entscheidend zur Entzifferung der Hieroglyphen beitrug, bleibenden Ruhm. Lepsius bekleidete den ersten Lehrstuhl für Ägyptologie in Deutschland und er übernahm in den letzten Lebensjahren als Direktor die Neuordnung der Königlichen Bibliothek. Lepsius starb, 74 Jahre alt, am 10. Juli 1884 in Berlin, wo er auch begraben liegt.

Obwohl die seit längerem geplante Ausstellung zum 200. Geburtstag Karl Richard Lepsius aufgrund des leider nur schleppenden Baufortschritts bei der Erweiterung des Stadtmuseums „Hohe Lilie“ auf das Frühjahr 2012 verschoben werden musste, soll der Geburtstag in Naumburg nicht unbeachtet bleiben. Eine kleine, abwechslungsreich zusammengestellte Vortragsreihe im Nietzsche-Dokumentationszentrum soll zunächst für die aufgeschobene Ausstellung entschädigen.
Die Ausstellung eröffnet im September 2012 für sechs Monate in der "Hohen Lilie" und im "Schlösschen am Markt" ihre Pforten. Als Bonus wird die Ur-Ur-Enkelin von Lepsius, Tinka Bechert, ihre Kunst-Ausstellung "TRIANGULATIONS" zeigen.

http://www.gko.uni-leipzig.de/aegyptologisches-institut/forschung/projek...

Karl Richard Lepsius zum 200. Geburtstag. Ausstellung mit dem Stadtmuseum "Hohe Lilie" in Naumburg

Das Gräberfeld S/SA in Aniba: Strukturen und Realitäten der ägyptischen Präsenz in Unternubien vom Mittleren Reich bis in die Dritte Zwischenzeit

Prof. Dr. Hans-Werner Fischer-Elfert; Prof. Dr. Claudia Näser (Humboldt-Universität zu Berlin/Institut für Archäologie), Mitarbeiter: Dr. des. Jana Helmbold-Doyé (Humboldt-Universität zu Berlin/Institut für Archäologie), Anne Seiler M.A. (Berlin)

Der Ort Aniba lag etwa 230 km südlich von Assuan im unternubischen Niltal und ist heute im Nasser-Stausee versunken. Aniba war im 2. Jahrtausend v. Chr., als der ägyptische Staat seinen Machtbereich den Nil entlang nach Süden ausdehnte, das Verwaltungszentrum der Provinz Unternubien. Seine archäologischen Zeugnisse umfassen mehrere Siedlungen und Gräberfelder der indigenen Bevölkerungen, eine zur Stadtanlage erweiterte ägyptische Festung sowie einen ausgedehnten Friedhof mit ägyptischen Charakteristika. Diesem gilt das Vorhaben. Ziel des Projekts ist zunächst, den Friedhof S/SA durch eine Neuvorlage des archäologischen Materials für die moderne Forschung zu erschließen. Erstmals soll eine detaillierte Chronologie erstellt und die Belegungsgeschichte des Fundplatzes nachgezeichnet werden. Die kulturhistorische Auswertung verspricht grundlegende Erkenntnisse zu den bisher weitgehend ungeklärten Strukturen und Realitäten ägyptischer Präsenz in Unternubien, d.h. im Hinblick auf die umrissenen historischen Abläufe und die konkreten kulturellen Praktiken der Bestattungsgemeinschaft des Friedhofs S/SA. Mit dem Projekt soll zudem eine neue Materialgruppe, Friedhofsbefunde, für die Untersuchung der pharaonisch-ägyptischen Außenpolitik erschlossen und damit ein neuer Blickwinkel auf diesen Bereich eröffnet werden.

Das Gräberfeld S/SA in Aniba

Der Wächter, die Kuhgöttin und der Gottkönig. Untersuchungen zu Staatsreligion, Totenkult und Frömmigkeit im pharaonischen Ägypten.

Prejektleiter: Prof. Dr. Elke Blumenthal, Mitarbeiter: Gertrud Marohn (Universität Heidelberg), Dr. Georg Meurer (Berlin)

Bearbeitung in 2013: Publikationsvorbereitung von: Blumenthal, Elke: Wächter, Kuhgöttin und Gottkönig auf der Stele Leipzig 5141.
Finanzierung: Fritz-Thyssen-Stiftung (abgeschlossen), bis 2014

Der Wächter, die Kuhgöttin und der Gottkönig. Untersuchungen zu Staatsreligion, Totenkult und Frömmigkeit im pharaonischen Ägypten.

Georg Steindorff und die Leipziger Ägyptologie / Wissenshintergründe und Forschungstransfer am Beispiel des Ägyptologen Georg Steindorff (1861-1951)

Prof. Dr. Elke Blumenthal, Prof. Dr. Hans-Werner Fischer-Elfert, Prof. Dr. Hans-Werner Fischer-Elfert, Dr. Franziska Naether, Dr. Dietrich Raue, apl. Prof. Dr. Tonio Sebastian Richter, Dipl.-Bibl. Kerstin Seidel, Karl Heinrich von Stülpnagel (Restaurator) et al.; Projekt: Dr. Susanne Voss, Dr. Thomas Gertzen, Dr. Alexandra Cappel, Dipl.-Bibl. Kerstin Seidel, Sandra Müller M.A.

Sonderausstellung zu Leben und Werk Georg Steindorffs, Gedenktafel, Publikationen, öffentliche Vorträge (z.B. auf der Buchmesse), Sonderführungen, Archivreisen, Exkursionen

Sonderausstellung 02.05.-18.11.2012

Projekt: Wissenshintergründe und Forschungstransfer am Beispiel des Ägyptologen Georg Steindorff (1861-1951)

Aufarbeitung des Steindorff-Nachlasses im Ägyptischen Museum der Universität Leipzig.

2012 erschienen: Broschüre von Sandra Müller:Georg Steindorff im Spiegel seiner Tagebücher. Ägyptisches Museum, Kleine Schriften Band 9, Leipzig: Ägyptisches Museum der Universität Leipzig, 2012
(mit freundlicher Unterstützung der Vereinigung der Freunde und Förderer der Universität Leipzig e.V.)

Die Abgabe des Manuskripts des Forschungsprojekts ist für den Sommer 2015 vorgesehen. Eine Drucklegung ist in der Reihe „Beihefte der Zeitschrift für Ägyptische Sprache und Altertumskunde“ vorgesehen.

Am 19.Juni 2014 wurde in der Universität Leipzig in einem Festvortrag von Dr. Susanne Voss-Kern eine Zusammenfassung der Ergebnisse vorgestellt. Im Rahmen der laufenden Arbeiten wurde in Zusammenarbeit mit der Produktionsfirma „Sammler und Jäger – SO-Productions“ der Dokumentarfilm „Georg Steindorff – Ausgrabungen“ fertiggestellt.

Finanzierung: DFG (seit 2013)

Georg Steindorff und die Leipziger Ägyptologie / Projekt: Wissenshintergründe und Forschungstransfer am Beispiel des Ägyptologen Georg Steindorff (1861-1951)

Ausgrabungen in Tuna el-Gebel

Dr. Frank Steinmann

Grabungsprojekt Tuna el-Gebel des Instituts für Ägyptologie und Koptologie, LMU München in Kooperation mit der Faculty of Archaeology, Cairo University und mit logistischer Unterstützung des DAI Kairo. Projektleiter: Prof. Dr. Dieter Kessler (München); Grabungsleitung: Mélanie C. Flossmann-Schütze, M.A. (München); Mitarbeiter (u.a.): Patrick Brose (München), Katrin Schlüter, M.A. (München), Alexander Schütze, M.A. (München/Leipzig), Dr. Mahmoud Ebeid (Cairo), Dr. Frank Steinmann (Leipzig).

Beteiligung von Dr. Frank Steinmann, Ägyptologisches Institut / Ägyptisches Museum -Georg Steindorff-:
Publikationsmitarbeit bei Dieter Kessler, Die Oberbauten des Ibiotapheion von Tuna el-Gebel. Die Nachgrabungen der Joint-Mission der Universitäten Kairo und München 1989-1996, Haar 2011. (unter Mitarbeit von Patrick Brose, Mahmoud Ebeid, Ab del-Halim Nur el-Din und Frank Steinmann)

Desweiteren Aufarbeitung der Keramik aus dem Tierfriedhof (bis 2007) und seinen Oberbauten (bis 2003).

Für weitere Informationen siehe: http://www.aegyptologie.uni-muenchen.de/forschung/projekte/tuna/index.html und http://tunaelgebel.wordpress.com/
http://www.gko.uni-leipzig.de/aegyptologisches-institut/forschung/projek...

Ausgrabungen in Tuna el-Gebel

Ägyptologische Fachdidaktik - Neue Lehrmaterialien für den grundständigen Mittelägyptischunterricht

Dr. Katharina Stegbauer

Projektleiter: PD Dr. Tanja Pommerening (Mainz) und Dr. Katharina Stegbauer (Leipzig); Mitarbeiter: Stephanie Kuschnarëw M.A. (Leipzig), Annabel Lautebach M.A. (Mainz), Kristina Moschkau (Mainz), Dr. Diana Wenzel (Mainz), Helmar Wodtke (Belgershain)

Zusammen mit der Universität Mainz entsteht ein innovatives Übungsbuch und damit verbunden ein neues Lehrkonzept, das als Lehrmaterial im Mittelägyptischunterricht eingesetzt werden kann. Innerhalb des Projektes werden nicht nur Lehrkonzepte entwickelt, sondern auch die technische Basis geschaffen, an die individuellen Unterrichtsbedingungen der beteiligten Institute angepasste Materialien zu erstellen. Bei der Entwicklung des Übungsbuches wie des Lehrkonzeptes wird dabei besonders auf die veränderte Vorbildung der derzeitigen Studienanfänger eingegangen, die oftmals keine Erfahrung mit dem Erlernen einer toten Sprache mitbringen. Durch neue Übungsformen wird versucht, Vorwissen zu aktivieren und Neuerlerntes zu festigen. Eine Veröffentlichung der Materialien ist geplant.
Derzeit läuft am Institut für Ägyptologie und Altorientalistik der Universität Mainz ein vom Zentrum für Qualitätssicherung und -entwicklung der Johann Gutenberg-Universität Mainz gefördertes Lehrprojekt mit dem Titel „Lehre lernen. Ein Projekt zur studentischen Mitgestaltung des ägyptologischen Unterrichtsmaterials am Beispiel der Entwicklung eines innovativen Übungsbuches der Mittelägyptischen Sprache“. Hierbei wird innerhalb eines Praktikums und eines von Prof. Dr. T. Pommerening veranstalteten Seminars das während des vergangenen Jahres erstellte Lehrskript getestet und einer eingehenden Kritik unterzogen. Für dieses Lehrprojekt stehen A. Lautebach als WHK und K. Moschkau als SHK zur Verfügung.

Teilfinanzierung durch die Universität Mainz (Teilprojekt „Lehren lernen“)

Neue Lehrmaterialien für den grundständigen Mittelägyptischunterricht

Bibliographische Datenbank zur altägyptischen Literatur

Dr. Peter Dils

Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig, unterstützt durch die Fritz Thyssen Stiftung

Bibliographische Datenbank zur altägyptischen Literatur

Aufbereitung eines Pyramidenmodells für das Museum

Dr. Dietrich Raue

Das Leipziger Museum verfügt über ein Modell der Grabanlage und Pyramide des Pharao Sahurê in Abusir. Diese Anlage aus dem Jahr 1907 wurde bereits mit Mitteln des Freundeskreises des Museums restauriert. Nun sollen Motoren eingebaut werden, die einzelne Elemente der Archtiektur herausheben, um deren Innenansicht zu zeigen, z.B. Kammern, Priesterräume, Gänge, Höfe etc. Dies sollen Besucher des Museums per Knopfdruck steuern können.

Finanzierung: Michael C. Carlos Museum, Atlanta/Georgia, USA

Aufbereitung eines Pyramidenmodells für das Museum

Ausgrabungen in Bubastis

Dr. Eva Lange (Potsdam/Göttingen), Mitarbeit: Theresa Steckel M.A. (Leipzig)

Joint Mission der Universität Potsdam und des Supreme Council of Antiquities Kairo
Grabungstätigkeit, Publikationsvorbereitung

http://ees.ac.uk/research/Tell%20Basta.html

Finanzierung: DFG, Egypt Exploration Society

Ausgrabungen in Bubastis

Neukonzeption des Museumsschaufensters

Dr. Dietrich Raue, Mitarbeiter: Gemeinschaftsprojekt mit der Oper Leipzig (Dieter Mildenberger und Mitarbeiter); Praktikantin: Alexandra Schmidt, B.A.

Neukonzeption des Museumsschaufensters im Durchgang des Kroch-Hochhauses zu den Themen Grabung in Giza und der Grabung in Qau el-Kebir von Georg Steindorff

Finanzierung: Stadt und Universität Leipzig

Neukonzeption des Museumsschaufensters

Thesaurus Linguae Aegyptiae – Vorhaben „Altägyptisches Wörterbuch“ der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig

Projektleiter: Prof. Dr. Hans-W. Fischer-Elfert, Arbeitsstellenleiter: Dr. Peter Dils, Mitarbeiter: Dr. Lutz Popko (2012 zeitweise vertreten durch Dr. Marc Brose und Dr. Alexander Schütze), Billy Böhm, B.A., Josephine Hensel, B.A. (studentische Hilfskräfte)

Kooperationspartner: Vorhaben „Altägyptisches Wörterbuch“ der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften

Kurzbeschreibung: Das Altägyptische Wörterbuch ist ein großangelegtes Kooperationsprojekt zur digitalen Erschließung des altägyptischen Textbestandes aus der Zeit von ca. 3000 v. Chr. bis ca. 500 n. Chr. Die 1999 eingerichtete Leipziger Arbeitsstelle erfasst im Rahmen dieses Projektes das umfangreiche Teiltextkorpus der literarischen Texte in hieroglyphischer und hieratischer Schrift.

http://www.saw-leipzig.de/forschung/projekte/altaegyptisches-woerterbuch

http://aaew.bbaw.de/tla/

planmäßig Ende 2012 abgeschlossen

Finanzierung: Bund-Länder-Finanzierung im Rahmen der Akademieforschung

Thesaurus Linguae Aegyptiae – Vorhaben „Altägyptisches Wörterbuch“ der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig

 

Letzte Aktualisierung: 16. 07. 2015