Projekte (Univ. Heidelberg)

Aegyptiaca in early modern Europe and the phenomenon of Egyptomania

Cluster of Excellence Asia and Europe in a Global Context, Projekt MC 14.2

Forschungsprojekte des Ägyptologischen Instituts

Dr. Hubert Roeder

"Die ägyptologische Forschung entfaltet sich in den letzten Jahren zunehmend in dem interdisziplinären Kontext verschiedener Kulturwissenschaften. Untersuchungen einzelner Forscher und einzelner ägyptologischer Institute haben - nicht zuletzt aus förderungspolitischen Gründen - immer häufiger in fachübergreifenden Projekten wie SFB's oder Schwerpunktprogrammen ihr Zuhause. Die Frage nach Sinn und Unsinn solcher Einbindungen für die Ägyptologie und die anderen Fachbereiche fordert zu einer Reflexion dieser Forschungstendenz heraus, um den möglichen Nutzen solcher Projekte abzuwägen und gegebenenfalls in die richtigen Bahnen zu lenken..."

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From the Orient to Rome and back again. Religious flows and the expansion of oriental cults in the Roman Empire

Prof. Dr. Joachim Quack, Prof. Dr. Christian Witschel / Doktoranden: Darius Frackowiak, Svenja Nagel

"Dieses Projekt konzentriert sich auf die Ausbreitung verschiedener 'orientalischer' Kulte innerhalb des römischen Reiches. Diese Kulte entstanden ursprünglich entweder in Ägypten (Isis) oder im antiken Nahen Osten (Iuppiter Dolichenus, lokale Götter von Syrien); allerdings sind manche dieser Kulte wie z.B. der Mithras-Kult möglicherweise auch westlichen Ursprungs. Sie alle waren auf ihrem Weg von Ost nach West starken Transformationen unterworfen, während sie jedoch ihre fremdartige Erscheinung beibehielten. Wir möchten im Detail untersuchen, in welcher Weise dieser religiöse Austauschprozess entgegen den von Rom dominierten Machtstrukturen stattfand, indem wir betrachten, in welcher Art und Weise diese Kulte auf linguistischer und visueller, aber auch auf ritueller Ebene im Westen konzeptionalisiert wurden. Hierbei werden ebenso die Handlungsträger, welche den Transfer in Bewegung setzten, sowie die Orte des Geschehens berücksichtigt. Schließlich stellt sich die Frage, wie diese Kulte in ihren Heimatländern aufgenommen wurden, wenn sie in umgewandelter Form zurückkamen."

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Medical Systems in Transition: The Case of the Ancient Near East

Prof. Dr. Joachim Quack / Prof. Dr. Friedhelm Hoffmann (München)

"In einer Zusammenarbeit zwischen Altorientalisten und Ägyptologen wird im Teilprojekt C01 des Exzellenzclusters "Asia and Europe" die Interaktion altorientalischer, ägyptischer und griechischer Medizinsysteme untersucht. Dabei wird die Frage der jeweils dominierenden Paradigmen nicht nur in Relation zu ihrer therapeutischen Wirksamkeit, sondern auch zu den jeweiligen politischen Machtkonstellationen untersucht. Wir rechnen damit, daß Medizinsysteme nur Teil eines größeren "Packets" sind, das von einer Kultur zur anderen vermittelt wird. Neben den dominanten Strömen sehen wir auch Unterströmungen, die teilweise gegenläufig gerichtet sind; so haben gerade "arkane" Traditionen unter Berufung auf fremde Autoritäten als Ergänzung zu einer dominanten "wissenschaftlichen" Tradition ihren Platz. Es sollen verschiedene geographische Räume sowie Zeitphasen definiert werden, für die anhand ausgewählter Behandlungskomplexe nach der historischen Entwicklung gefragt wird."

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Phänomenologie und Semantik der altägyptischen Trauersitte

Dr. Andrea Kucharek

"Das umfangreiche und über zahlreiche Quellengattungen verstreute Material zur Trauersitte im alten Ägypten wird erstmals systematisch erfaßt und ausgewertet. In chronologischer und geographischer Differenzierung werden die Erscheinungsformen der Trauersitte beschrieben und hinsichtlich der ihr kulturimmanent zugeschriebenen Funktionen analysiert."

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Themenportal zur Geschichte der Ägyptenrezeption (als Teil von "Propylaeum, Virtuelle Fachbibliothek Altertumswissenschaften")

Dr. Florian Ebeling

"Das Fachportal zur Geschichte der Ägyptenrezeption soll einen Überblick über diejenigen Forscher, ihre Publikationen und Projekte geben, die einschlägig zu Themen aus dem Umfeld der Geschichte der Ägyptenrezeption gearbeitet haben. Da sich diese Geschichte in zahlreichen Diskursen entwickelt hat, die in vielerlei Hinsicht unter- und miteinander zusammenhängen, sich jedoch nicht als kohärenter Ägyptendiskurs organisiert hat, ist das Portal ebenfalls disziplinübergreifend. Die Frage nach den Formen und Transformationen des Ägyptenbildes in der abendländischen Kulturgeschichte soll unter Vertretern verschiedener fachlicher Provenienz zur Diskussion gestellt werden.

Unter "Ägyptenrezeption" werden hier die literarisch oder ikonographisch tradierten Vorstellungen und Bilder vom alten Ägypten verstanden, die in der abendländischen Welt entstanden sind, ohne dass sie auf einem direkten Verständnis der altägyptischen Quellen, insbesondere der Hieroglyphen selbst, beruhen.

Das Portal befindet sich im Aufbau. Es soll die Forschung in ihrer thematischen Vielfalt erschließen, einen lebendigen wissenschaftlichen Diskurs fördern und ein effizientes und solides Werkzeug der Recherche sein."

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Zur Verwendung von Aromata in Kulthandlungen der Spätzeit

Dr. Heike Wilde

"Diese Untersuchung beschäftigt sich mit der Verwendung von Aromata im spätzeitlichen Ägypten. Die Geschichte des kulturspezifischen Umgangs mit Gerüchen, d. h. des gezielten Einsatzes von Duftstoffen und Mitteln, in denen diese gebunden waren, zeichnet sich durch ein besonders hohes Maß an unterschiedlich gelagerten Quellensorten in breit gefächerter zeitlicher und quellenspezifischer Dimension für das pharaonische Ägypten aus, die schriftlich wie bildlich festgehalten wurden und über Jahrtausende gültig waren. Die bekanntesten Verwendungsformen sind das Räuchern und die Salbung im Kult. Die Versorgung des Kultbildes mit Salben, der regelmäßige und kultbegleitende Einsatz von Räucherungen sowie Blumenschmuck nehmen besonders im Dekorationsprogramm ägyptischer Tempel eine bedeutende Position ein und verweisen somit auf eine intensive Anwendung im Kultgeschehen und lassen anhaltende, markante Düfte innerhalb der Räumlichkeiten vermuten. Bestimmte Salbensorten oder typische Bestandteile wurden begrifflich in zahlreichen Ritualszenen sowie in den Inschriften der Magazinräume und Laboratorien der Tempel in Form von Materiallisten und Rezepttexten aufgenommen, die auf diese Weise die hohe und spezifische Bedeutung der Aromata belegen."

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Neuedition des Mundöffnungsrituals

Victoria Altmann-Wendling, M.A.

"Das Mundöffnungsritual wurde 1960 von E. Otto anhand von 87, v. a. aus Gräbern stammenden Textzeugen publiziert. Diese Publikation hat der Ägyptologie 50 Jahre lang gute Dienste erwiesen, erweist sich inzwischen aber zusehends als unzureichend, da sie weder in der Angabe der Lesungen vollständig zuverlässig ist noch eine real belegte Szenenabfolge abbildet.
Eine komplette Neuedition wird deshalb an die Stelle der früheren Bearbeitung treten. Die Monumentalzeugen (insbesondere Gräber) sollen neu kollationiert werden, Detailstudien werden auch genauer über den Aufzeichnungszusammenhang und die Struktur der jeweiligen Szenenauswahl Aufschluß geben."

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Letzte Aktualisierung: 26. 06. 2017