Projekte (Univ. Heidelberg)

Ramessidische Beamtengräber in der Thebanischen Nekropole

Projektleiter: Prof. Dr. Dr. h. c. Jan Assmann; Wiss. Mitarbeiter (nacheinander): E. Feucht, K.-J. Seyfried, F. Kampp

Seit inzwischen mehr als 25 Jahren ist das Heidelberger Ägyptologische Institut bei der Erhaltung und Dokumentation der dekorierten, vom Verfall bedrohten, Beamtengräber der Ramessidenzeit (13. - 12. Jh. v. Chr.) in der thebanischen Beamtennekropole mitbeteiligt.

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Kunsthistorische Analyse der Wandbilder in Gräbern der 18. Dynastie.

Dr. Eva Hofmann (2006 - 2008)

Untersucht wird die Stilentwicklung der Privatkunst im Spannungsfeld des Kunstgeschehens in der Residenz und in der Provinz.
Die Grabanlagen der 18. Dynastie stellen zahlenmäßig den größten Anteil der gesamten Nekropole von Theben.

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Thebanische Beamtennekropole

Daniel Polz

Das Projekt bemüht sich um die Ausgrabung, Dokumentation und Restaurierung ausgewählter Gräber dieser Nekropole. Bisher wurden 18 Grabanlagen, vor allem aus der Zeit des Neuen Reiches, publiziert, vier weitere sind in Bearbeitung.

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Ägyptische Totenliturgien

M. Bommas

Unter dem Stichwort "Ägyptische Totenliturgien" geht es um die Sammlung, Analyse und Auswertung von Texten, deren liturgische Funktion im Rahmen verschiedener ritueller Kontexte des ägyptischen Totenkults erschlossen werden kann.

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Phänomenologie und Semantik der altägyptischen Trauersitte

Dr. Andrea Kucharek

Das umfangreiche und über zahlreiche Quellengattungen verstreute Material zur Trauersitte im alten Ägypten wird erstmals systematisch erfaßt und ausgewertet. In chronologischer und geographischer Differenzierung werden die Erscheinungsformen der Trauersitte beschrieben und hinsichtlich der ihr kulturimmanent zugeschriebenen Funktionen analysiert.

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3-dimensional digital documentation of Theban private tombs

Barbara Engelmann-v. Carnap / Benedikt Rothöhler

Ziel dieses Projektes ist es, die vom Verfall bedrohten, stark gefährdeten oberirdischen Räume der Gräber, die mit Texten und Bildern versehen sind, so vollständig wie möglich aufzunehmen und zu dokumentieren. Dabei wird die Architektur vermessen und die Räume ausphotographiert. Aus diesen Daten werden digitale 3D-Modelle erstellt, in denen sich der Betrachter frei bewegen und per Mausklick detaillierte, hochauflösende Photos der Dekoration aufrufen kann.

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Zauberflöte

Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Jan Assmann/Dr. Florian Ebeling

Im Rahmen des DFG-Projektes zur Erforschung des kulturgeschichtlichen Umfeldes der Entstehung von Mozarts und Schikaneders Zauberflöte hat sich gezeigt, dass diese Oper vor dem Hintergrund der zeitgenössischen Diskussion um die antiken Mysterien eine besonders pointierte Umsetzung der Ziele der Freimaurerei auf die Opernbühne ist. Versuchten einige Freimaurer ägyptische Mysterien zu lebendiger Ritualpraxis in ihren Logen zu machen, so hat der Freimaurer Mozart in einer ästhetisch anspruchsvollen und nachhaltigen Form die antiken Mysterien zum Leben erweckt: Der Zuschauer wird im Laufe der Opernhandlung mit in das Initiationsgeschehen eingebunden und durchlebt vieles von dem, was auch der Freimaurer im ausgehenden 18. Jh. bei seinen Initiationen erlebte.

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Die Variation der Tradition. Modalitäten der Ritualadaption im Alten Ägypten (SFB 619 Ritualdynamik)

Dr. Laetitia Martzolff (Ait Amrouche), Dr. Andreas Pries

Das SFB-Teilprojekt untersucht den Umgang der alten Ägypter mit ihren Ritualen dezidiert unter dem Gesichtspunkt der Veränderung, die in einer intensiven Interaktion mit der überkommenden Tradition wahrzunehmen ist. Der Erfassungszeitraum erstreckt sich von etwa der Mitte des 3. Jahrtausends v. Chr. bis in das 3. Jahrhundert n. Chr.

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Online Egyptological Bibliography (OEB); vormals: AIGYPTOS

Dr. R. Gareth Roberts (Coordinating Editor, Oxford); Andreas Hutterer, M.A. (Editor, München); Stefanie Hardekopf, M.A. (Editor, Heidelberg)

Die OEB ist ein gemeinsames Projekt zwischen AIGYPTOS und der Online Egyptological Bibliography (OEB), dem Nachfolger der Annual Egyptological Bibliography (AEB).
In der Datenbank werden Monographien und Aufsätze aus Zeitschriften und Sammenbänden einzeln bibliographisch aufgenommen, mit abstracts versehen und fachspezifisch, detailliert und systematisch verschlagwortet, um eine der individuellen Fragestellung angepasste Recherche zu ermöglichen. Neben dem ägyptologischen Kernbereich sind auch die Gebiete Koptologie und Nubiologie/Meroitistik vertreten.

Ziel des Projektes ist die Zusammenführung der Bestände und Suchoptionen beider Datenbanken, wodurch ein die gesamte ägyptologische Fachliteratur von 1822 bis heute umfassendes Rechercheinstrument entstehen wird, zumal auch die Bibliographie Altägypten (BA) von Christine Beinlich-Seeber bereits in die OEB integriert ist.

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"Ägyptische Freimaurerei" zwischen Aufklärung und Romantik - Ägyptenrezeption als transdisziplinäre Kulturwissenschaft

Florian Ebeling

In der Übergangszeit von der Spätaufklärung zur Frühromantik berufen sich die Mitglieder einiger prominenter Freimaurerlogen emphatisch auf die Kultur des alten Ägypten und verstehen sich als Erben der altägyptischen Mysterien. In diesem Umfeld ist ein umfangreiches Textkorpus entstanden, zu dem freimaurerische Ritualschriften, Abhandlungen zur Ästhetik, Philosophie und Theologie, aber auch Erbauungsliteratur oder Schauerromane gehören.

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Neuedition des Mundöffnungsrituals

Prof. Dr. Joachim Friedrich Quack, Dr. Barbara Engelmann-von Carnap, Victoria Altmann-Wendling M.A.

Das Mundöffnungsritual wurde 1960 von E. Otto anhand von 87, v. a. aus Gräbern stammenden Textzeugen publiziert. Diese Publikation hat der Ägyptologie 50 Jahre lang gute Dienste erwiesen, erweist sich inzwischen aber zusehends als unzureichend, da sie weder in der Angabe der Lesungen vollständig zuverlässig ist noch eine real belegte Szenenabfolge abbildet.
Eine komplette Neuedition wird deshalb an die Stelle der früheren Bearbeitung treten. Die Monumentalzeugen (insbesondere Gräber) sollen neu kollationiert werden, Detailstudien werden auch genauer über den Aufzeichnungszusammenhang und die Struktur der jeweiligen Szenenauswahl Aufschluß geben.
Unter den hieratischen Handschriften sind die wichtigsten Quellen der Papyrus der Sais und der Sarg des Butehamun, die zwar bereits bei Otto aufgeführt wurden, aufgrund zahlreicher Verlesungen jedoch bislang nur mit Vorsicht und unter Heranziehung der Faksimiles in Schiaparellis heute schwer zugänglicher Publikation zu benutzen waren. Sie werden nun mit Hilfe von guten Digitalphotographien oder am Original einer Kollationierung unterzogen.
Des Weiteren sind insbesondere aus Tebtynis, aber auch anderen Fundorten, etliche neue Textvertreter auf Papyrus aufgetaucht, die sich heute in den Sammlungen von Ann Arbor, Berlin, Florenz, Kopenhagen, London, Oxford und Turin befinden und trotz ihres fragmentarischen Charakters bestehende Textlücken schließen können. Es ist vorgesehen, in der Publikation alle Papyri mit Photographien und digital erstellten Umschriften zu präsentieren; mindestens online sollen auch alle Monumentalversionen in Photo und/oder Umzeichnung zugänglich gemacht werden. Daneben wird es eine Synopse aller Textzeugen geben, ebenso Übersetzungen, welche in ihrer Vielfalt auch der sich wandelnden ägyptischen Eigenauffassung zu bestimmten Passagen gerecht werden.

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Edition unpublizierter Fragmente von Klagelieder von Isis und Nephtys

Dr. Andrea Kucharek

Gegenstand des Forschungsvorhabens ist die kommentierte Edition bislang unpublizierter Fragmente von Klageliedern von Isis und Nephthys in Papyri der Spätzeit und der Griechisch-Römischen Zeit. Die bereits vor einigen Jahren in Zusammenarbeit mit Marc Coenen (Leuven) begonnene Bearbeitung einer Langversion der Lamentations of Isis and Nephthys, deren membra disiecta sich in London, Oxford und Liverpool befinden, bildet den Kern der geplanten Publikation. Einige Fragmente von Klageliedern sind mir durch Hinweise von Kollegen bekanntgeworden, weitere werden durch die systematische Sichtung von Archivbeständen in zahlreichen Museen und Institutionen hinzukommen.

Das Forschungsvorhaben ist auf drei Jahre befristet (Juli 2011 – Juni 2014).

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Zwei hieratische Ritualabschriften der Römerzeit aus Tebtynis (pCarlsberg 206 und pCarlsberg 216)

Susanne Töpfer M.A.

Gegenstand des Kurzzeitprojektes ist die Edition zweier hieratischer Papyri der Römerzeit aus der Tempelbibliothek von Tebtynis, die sich heute in der Papyrus-Sammlung des Carsten Niebuhr Institute der Universität Kopenhagen befinden.
Bei pCarlsberg 206 handelt es sich um eine Opferlitanei (wedenu) für Isis-Sothis. Einer Opferliste für Isis-Sothis, Horus sowie kultrelevanten Gegenständen gehen Reinigungssprüche und Libationen voraus. In diesen Sprüchen werden verschiedene Erscheinungsformen der Isis genannt sowie zugehörige Kultorte. Als Hauptkultort wird der Tempel in der Umgebung von Oxyrhynchos (Per-Chefa) erwähnt. Sechs Fragmente in der Papyrussammlung der Staatlichen Museen zu Berlin können pCarlsberg 206 zugeordnet werden.
Die zweite Handschrift pCarlsberg 216 beinhaltet neben ausführlichen Reinigungs- und Schutzsprüchen Ritualhandlungen wie Libationen sowie das Darreichen von Opfergaben und die Ausstattung mit Textilien. Als leitender Ritualist tritt der Pharao auf, weitere Aktanten sind der Sachmet- und der Setem-Priester sowie der oberste Vorlesepriester. Zugehörige Fragmente befinden sich in der Sammlung des Istituto Papirologico "G. Vitelli" der Università di Firenze. Das Manuskript ist sehr wahrscheinlich ein Tempelritual, das ideeller Weise vom König am Fest „Tag des Empfanges des Flusses“ vollzogen wird. Ort des Geschehens scheint der Tempel der Wadjet zu sein. Es ist zu klären, ob es sich um ein Ritual im Umkreis des Königs handelt (Königsweihe) oder ob hier ein Festritual vorliegt.

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Das theologische und politische Konzept der Herrschaftslegitimation der Saitenzeit in textlichen Zeugnissen der 26. Dynastie

Claudia Maderna-Sieben
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Letzte Aktualisierung: 26. 06. 2017