Abschlussarbeiten (Univ. Trier)

Dissertation


Contextualising the power shifts of the Ramesside Nineteenth and Twentieth Dynasties' queens: a comparison with the late Seventeenth and Eighteenth Dynasties
Paulína Šútorová, M.A.

Many scholars argue that the Nineteenth and Twentieth Dynasties’s queens declined in political power because they do not appear as prominently on monuments as their predecessors from the late Seventeenth and Eighteenth Dynasties. Yet, the research indicates that the Ramesside queens remained rather powerful, but their roles were amended due to the course of political, socio-cultural, economic, and religious circumstances. Such changes were subsequently expressed in the iconography and titularies of the specific queens. Therefore, rather than calling this phenomenon a decline of their power, it could be referred to as a power shift. This study aspires to contribute to the general understanding of the queenship development as such and to enrich our knowledge of the so far little studied – with few exception, of course – lives of the Ramesside queens.

Habilitation


Die Anfänge der Musik im Alten Ägypten
Dr. Heidi Köpp-Junk

Die Untersuchung basiert auf der Zusammenstellung und Analyse der frühesten ikonographischen, archäologischen und textlichen Belege für Musik, Musiker, die einzelnen Instrumente, Rezitation und Gesang. In Ägypten ist Musik bereits im Alten Reich keineswegs allein als Unterhaltungsfaktor, sondern insbesondere in rituellem Zusammenhang in Tempeln und Gräbern belegt. Schon im Alten Reich sind nicht nur verschiedene Instrumentengruppen, sondern bereits eine diffizile Musikerhierarchie nachzuweisen. Die Untersuchung dient der Herausarbeitung der Grundlagen, die erst ermöglichten, dass sich dieses System im Alten Reich entwickeln konnte.


‚Die Vierte Dimension‘. Die Architektur altägyptischer Privatgräber als Träger funerärer Texte.
Dr. Felicitas Weber

Inhalt des Habilitationsvorhabens soll es sein, die Dekorationen altägyptischer privater Grabanlagen ab dem Neuen Reich dahingehend zu untersuchen, ob sich Wechselwirkungen zwischen den verwendeten verschiedenen funerären und weltlichen Texten und Darstellungen nachweisen lassen. Eine mit dieser Forschungsarbeit angestrebte Untersuchung soll die Komplexität von Grabdekorationen analysieren und ihr Wesen ermitteln.
Die Besonderheit bei der Analyse der Grabanlagen liegt in ihrer Dreidimensionalität. Bereits eine Grabwand kann auf verschiedene Arten dekoriert sein: Eine Szene kann die gesamte Fläche in Anspruch nehmen, oder nur einen Teil oder in mehreren Registern übereinander angeordnet sein, die im Ergebnis mehrere Lesarten bieten. Doch auch Pilaster, Nischen oder Durchgänge können Wände architektonisch trennen, und Individuelle räumliche Gestaltungsmöglichkeiten werden so eröffnet und architektonische Gegebenheiten bewußt integriert, was Texte um eine räumliche Dimension erweitert. Die Einbeziehung des variablen Blickwickels eines Betrachters und die daraus resultierenden Verschiebungen, Verdeckungen und Aufdeckungen von Dekorationen wiederum werden in dieser Arbeit als „vierte Dimension“ behandelt.
Diese Arbeit hofft nicht nur neue Erkenntnisse bezüglich der Tradition, Distribution und Entwicklung von Wissen und religiösen Vorstellungen beitragen zu können, sondern auch Fragen nach einem Zusammenspiel lokaler und überregionaler Einflüsse, auch aufgrund politischer und epochaler Veränderungen, zu beantworten und damit das Bild zur Forschung über das altägyptische Verständnis der postmortalen Existenz zu ergänzen.

 

Letzte Aktualisierung: 10. 12. 2018